Start Der G60 Lader

Der G60-Lader

Allgemein:

Der G-Lader gehört zu der Familie der Spirallader und besitzt einen sehr hohen Wirkungsgrad. Der Antrieb des G60 Laders kostet ca. 10 PS Leistung, dafür erhöht er die Leistung des Motors jedoch um 63 PS. Es bleibt also eine positive Bilanz von +53 PS. Der G60 Lader besitzt in seinem 7,8 Kg leichten Körper den Verdränger, der den Lader in 4 Laderkammern unterteilt. Durch exzentrische Bewegungen wird die Luft wie in einem Schneckengehäuse in immer engere Radien beschleunigt und dabei komprimiert. Durch den Betrieb per Keilrippenriemen mit der Motordrehzahl bringt er bereits bei sehr niedrigen Drehzahlen Ladedruck. Im Gegensatz zum Turbo wird somit ein sehr harmonischer Leistungs- und Drehmomentverlauf erreicht, wodurch auch trotz großer Tuningmaßnahmen noch Seriengetriebe gefahren werden können. Allerdings bleibt auch der "Tritt in den Rücken" aus. Das Prinzip ist zu sehen unter www.gti-g60.de .

Tuning des Laders (Laderrad):

Der G-Lader kann jedoch noch weiter optimiert werden. Durch die Wahl eines kleineren Laderrads wird das Drehzahlniveau des G-Laders angehoben und daher ein schnellerer Druckaufbau erzielt. Jedoch ist bei Laderrädern von kleiner als 72mm eine regelmäßige Wartung des Laders vorausgesetzt. Bei viel Autobahnfahrten ist ein Laderrad kleiner als 72 mm nicht zu empfehlen. Ansonsten sind Laderräder bis 68mm noch vertretbar. Dabei ist jedoch die Enddrehzahl des Motors zu beachten, da bei Steuergerätetuning verschiedene Begrenzungsdrehzahlen möglich sind. Ein sehr guter Rechner für die Wahl des Laderrads ist hier zu finden: -->Laderradrechner Der serienmäßige Ladedruck von 0,6-0,65 bar (80er LR) läßt sich somit bis auf ca. 1,5 bar (65er LR) erhöhen.

Tuning des Laders (Bearbeitung):

Tuner bieten sogenannte RS-Kits an, die nichts anderes sind als die mechanische Bearbeitung des Laders. Entweder wird der Ein- oder Aulaßquerschnitt verändert, Kanäle freigelegt oder vergrößert. Dies alles muß sich jedoch in Maßen bewegen, da die Ingenieure von VW sicher auch nicht blöd waren... Durch die Bearbeitung neigt der Lader zu Eigenschwingungen, die wiederum eine Zerstörung des Laders hervorrufen können, wie z.B.: Bruch von Aufnahme der Nebenwelle. Will man sich das Geld sparen und ist ein einigermaßen begabter Tüftler, so ist die eigenhändige Bearbeitung kein Problem. Allerdings kann diese dann nicht ganz so extrem erfolgen wie bei Tunern wie SLS oder Bahnbrenner. Mit SLS habe ich schon gute Erfahrungen gemacht und möchte diese deshalb weiterempfehlen.

Die Überholung des G-Laders ist bei jedem Tuning Voraussetzung, da dies selten befolgt wurde wird dem G-Lader zu unrecht ein schlechter Ruf angedichtet. VW hatte jedoch bei Tests eine längere Haltbarkeit wie z.B.: von diversen Turboladern nachgewiesen. Eine genaue Beschreibung zur Überholung des Laders ist leider im Internet nicht zu finden, da sich ja auch niemand freiwillig sein Geschäft kaputtmacht....Die Überholung ist auch nicht so einfach....Die Dichtleisten sind einfach zu wechseln, ebenso die Simmerringe. Beim Wechseln des Verdrängerlagersund der Nebenwellenlager wird es schon schwieriger, wenn Ihr da unsicher seid, bringt den Lader lieber zu SLS. Seid Ihr Euch Eurer Sache sicher oder wollt nur die Dichtleisten/Simmerringe tauschen, habe ich einen Tip: Laßt Euch hier nicht bei anderen auf minderwertige Ware ein! Im Shop biete ich alle Lager und Simmeringe und Dichtleisten in absoluter Originalqualität an.

 

 

Optimierung des Ansaugwegs:

Eine weitere Möglichkeit des Tunings ist die Optimierung der Ansaugwege. Diesem Thema werde ich mich demnächst ausführlich widmen. Jetzt jedoch soll nur der Weg des seriennahen Tunings und des Tunings durch RS-Kits behandelt werden. Ab Baujahr 93 wurden in G60 Motoren optimierte Ansaugrohre verbaut, die älteren Modellen zum Tuning dienen können. Siehe hier: --> Ansaugschlauch. RS-Kits, wie sie Michael Arndt, SLS und andere anbieten, vergrößert den Lufteingangsdurchmesser und soll somit ein schnelleres Ansprechverhalten und höheren Druckaufbau gewährleisten.

 

Tipps zur eigenhändigen Laderbearbeitung:

Die Pfeile zeigen auf dem unteren Bild bereits die Möglichkeit, einen weiteren Kanal des Laders freizulegen, Ladedruckzunahme ca. 0,05 bar. Desweiteren besteht die Möglichkeit, die Streben der Luftauslaßseite zu bearbeiten. Hierbei sind die 6 Streben stromlinienförmig wie Tragflächen zu feilen. Jedoch Vorsicht: eine der 6 Streben ist die Ölleitung fürs Lager des Verdrängers. Ebenso ist der Bogen bzw. der Klimaflansch zu bearbeiten.

Tipp (neue Rechtschreibung):

-Es sollten keine Stege aus dem Auslassgehäuse geflext werden! Da die Hauptwelle hier gelagert wird, rate ich strengstens davon ab. Es ist vielmehr bei der Bearbeitung darauf zu achten, daß die Stege auf der laderinneren Seite poliert werden und nicht nur auf der äußeren Seite, da das die Luftwirbel nicht verhindert. Der komplette Radius, in dem die Stege laufen, kann aufgeweitet werden. Dabei ist aber dann auf die Größe des Stutzens zu achten! (Hier gibts es Unterschiede: Klimaflansche, den Bogen und den RS-Outlet.) Der Schalldämpferkasten beim Corrado und Passat sollte gegen den Stutzen des Klima-Golfs zwecks besser Leistung getauscht werden.

Der Lufteinlass kann noch aufgeweitet werden, hierbei ist vor allem auf das Entgraten und Polieren Wert zu legen. Ebenso kann der Steg des Eingangs zum Verdrängergang angeschliffen und poliert werden.

Der Einlass des Laders kann natürlich noch aufgespindelt oder aufgefräst werden. Passende RS-Einlasstutzen sind im hier Shop erhältlich.

 

 

Beim Anklicken des Bildes erscheint der Verdränger

 

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